Hans Dieter Trayer

Hans Dieter Trayer spielte am Staatstheater in Hannover, Hamburger Kammerspiele, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Bühnen der Stadt Köln, Düsseldorfer Schauspielhaus, Münchner Kammerspiele, Residenztheater München.

Er war in vielen Fernsehfilmen und einigen Kinofilmen zu sehen: "Im Lauf der Zeit", "Brudermord", "Ein unruhiger Sommer", "SOKO 5113" (9 Folgen), "Ein Fall für zwei", "Der Fahnder", "Lenz oder die Freiheit" (4-Teiler), 7 x im "Tatort", "Schande", "A Simple Wish", "Beast of Burden", u.v.a. Er arbeitete u.a. mit Wim Wenders, Wolfgang Petersen, Michael Verhoeven, Volker Schlöndorff, Dominik Graf, Peter Zadek, Oliver Storz, Claudia Priezel, Michael Ritchie, Giovanni Morricone, Jonathan Liebesman.

 

1987 gründete er die Berufsfachschule „Schauspiel München“, die er sechs Jahre leitete.

Danach lebte und arbeitete er vier Jahre in New York City und spielte dort Shakespeare und Strindberg auf der Bühne, außerdem einige kleine Film- und Fernsehrollen.

1997 kam er zurück und ging mit Günter Lamprecht fünf mal auf Deutschland-Tournee mit dem Stück „Vaterliebe“, ebenso mit Heidelinde Weis in „Treue oder der Hochzeitstag“.

In den letzten Jahren spielte er mehrmals am Metropol-Theater in München u.a. den Vater in „Das Fest“, nach dem gleichnamigen Dogma-Film.

In neuen Fernsehproduktionen war er u. a. zu sehen in: "Und damals warst du still", "Tatort", "Segel der Liebe", "Sturmjahre", "Unter Verdacht", "Rosenheim-Cops", "Hubert und Staller", "SOKO Kitzbühel", "SOKO 5113", "Um Himmels Willen".

Als SCHAUSPIELLEHRER, TRAINER und COACH bringt er seine langjährigen Erfahrungen  und zusätzlichen Ausbildungen ein. Bei einem Sommer-Seminar am Lee Strasberg Theatre Institut in L.A. (1978) hat er Strasberg noch persönlich kennengelernt. In New York trainierte er über mehrere Jahre durchgehend bei der bekannten Trainerin Susan Batson (1993-97). Weitere Lehrer bei denen er über eine längere Zeit arbeitete: Walter Lott und Dominique De Fazio und insbesondere John Costopoulos. Ebenso bei Geraldine Baron und Avra Petrides. Mehrere Kurse am H.B. Studio und regelmäßiger Besucher im Actor Studio. Für Körper- und Stimmarbeit belegte er mehrere Kurse bei Szigmund Molik, Polen (Grotowski).

Trayer machte mehrere Zusatzausbildungen: 3 jährige atemtherapeutische Ausbildung bei Herta Richter in München, sowie 3 Jahre Weiterbildung im AKG (Arbeitskreis Kritische Gestalt-Therapie). In New York 3 Jahre Einzel- Gruppen und Ausbildungserfahrung bei Life-Coach Eugene Kirkland. Beide Bereiche - der künstlerische und helfende - integrierte er und praktiziert sie in seinem Leben.

Privater Schauspielunterricht

Prüfungsvorbereitung / Vorsprechrollen

Schauspiel-Workshops, Schauspiel-Coaching

Masterclass für Schauspielerinnen und Schauspieler

Proben und Dreh einer Szene für ein Demo-Band

Aktuell

Am 29. September 2017 hatte ich den letzten Drehtag für die Folge 215 als Franz Hofer in der ARD-Abendserie "Um Himmels Willen - Vergeben und Vergessen." Die Arbeit hat mir sehr gut gefallen, das Team war sehr angenehm, mit einem wunderbaren Regisseur, Nikolaus Müllerschön. Ich spiele einen älteren Herrn, der sich mit seiner Tochter verkracht hat. Sie hat ihn im Stich gelassen und sie reden seit Jahren nicht mehr miteinander; er war mit der Pflege seiner krebskranken Frau überfordert. Schwester Hanna (Janina Hartwig) bringt die beiden wieder zusammen und sie versöhnen sich. Bei ihm wird Alzheimer diagnostiziert und nach einem Herzanfall liegt er im Krankenhaus. Seine Tochter kommt ihn mit ihrer kleinen Tochter besuchen und so sieht er zum ersten Mal sein Enkelkind. Es ist eine hübsche, durchgehende Rolle und hat viel Spaß gemacht. Sendetermin: im Frühjahr 2018.

 

Im August 2017 war ich für ein Kurzfilmprojekt eine Woche in Berlin. "Wo eine Mauer mal stand" heißt der Film. Wir waren ein kleines Team mit internationaler Besetzung.

Der erste Film der jungen Französin Lisa Mossé. Eine Liebesgeschichte zweier älterer Menschen. Meine Partnerin spielte Christa Schreiber. Die beiden lernten sich noch vor dem Mauerfall kennen, Sie aus Ost, Er aus West. Sie treffen sich einmal im Jahr für ein paar Tage. Dieses Ritual reicht bis in die heutige Zeit. Nur ist dieses Jahr das Wiedersehen anders. Seine Frau ist gestorben, die beiden Söhne sind aus dem Haus. Er hat sich eine neue Wohnung in Friedrichshain gekauft und möchte gerne mit Krista (Rollenname, jedoch mit K) dort einziehen. Sie ist ganz und gar dagegen, aus Angst, der Alltag hält ihre Liebe nicht aus. Er ist ein Familienmensch und wünscht sich wieder eine Partnerschaft, für ihn vollkommen logisch, dass es Krista sein muss, sie lieben sich ja. Nach der zweiten Nacht des Wiedersehens ist Krista in der Früh nach dem Aufwachen verschwunden. Er findet einen Zettel in der Küche, auf dem steht: "Bis nächstes Jahr? Deine Krista". Es war eine sehr schöne, harmonische Arbeit, habe mich sehr gut mit dem ganzen Team und insbesondere mit meiner Partnerin - Christa Schreiber - verstanden. Lediglich ein Wermutstropfen war dabei. Beim Dreh bei einem Waldspaziergang von uns beiden, Nähe Schlachtensee, wurden wir alle, das ganze Team von den Mücken - die dort zu Hunderten herumschwirrten - zerstochen. Ansonsten war der Dreh eine runde Sache, eine sehr schöne Erfahrung.